Lovebrain‘s … Diskotäschchen …Donnerstag 23.11.2017 20:00Uhr

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Lovebrain‘s Rose of Agra, Stringlane and Diskotäschchen,

Mount Blakelock und die Orden der Nacht, supported by

85/86 CC, Unspoken Space at Kreuz Giesing.

Die Entstehung eines ungewöhnlichen Bandnamens.

Die ersten Reaktionen waren natürlich gleich sehr gegensätzlich:

„Was für ein geiler Bandname!“ und „Wer hat sich denn den Schwachsinn ausgedacht? Der ist doch viel zu lang als Bandname und passt niemals in eine Vorankündigung rein. Auch auf kein

Plakat.  Und merken kann sich das kein Mensch, selbst wenn ich versuchen würde, ihn in mein Hirn rein zu hämmern, könnt ich mir das niemals merken.“ (So ungefähr auf jeden Fall.)

Da gehen die Meinungen wohl weit auseinander. Tatsächlich war  es nicht nur die Coolness, die diesen Namen hat entstehen lassen, sondern mehr die Verzweiflung.

Über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten habe ich versucht einen kurzen, schönen und einprägsamen Namen zu finden. In dieser Zeit stand dann aber ganz schön viel auf meinem Zettel, das kann ich euch sagen. Jeder einzelne Bandname wurde allerdings wieder verworfen. Als es dann zum ersten Konzert in der Milla kam wollte ich nicht, daß es heißt: Mathias Götz und  sein String Project. Es sollte ja schließlich eine richtige Band sein.

Und das war dann das Ergebnis der kleinen Auswahl:

at Kreuz Giesing: Maria, Evi und ich wohn(t)en alle drei in Giesing. Trikont ist im Viertel. Think & act locally halt.

Unspoken Spaces nennt Ólafur Elíasson seine architektonischen Projekte und Arbeiten im öffentlichen Raum rund um den Globus.

85/86 CC war die Mitgliedsnummer von Arthur Russel im New Yorker Schwulen Club „Paradise Garage“

Die Orden der Nacht ist ein Bild von Anselm Kiefer auf dem riesige Sonnenblumen über einem Menschen zu sehen sind. Anselm Kiefer sagt: „Germans want to forget  the past  and start a new thing all the time, but only by going into the past can you go into the future.“

Mount Blakelock ist eine Mischung aus zwei verschiedenen Namen. Der erste Teil bezieht sich auf das Klavierfeature Mount Harissa aus Duke Ellingtons Far East Suite. Mount Harissa heißt ein Berg in der Nähe von Beirut auf dem sich eine christliche Pilgerstätte befindet.

Ralph Albert Blakelock wiederum war ein Künstler, der um 1900 im mittleren Westen der USA Landschaften im Mondlicht gemalt hat. Nachdem er mehrfach versucht hatte, in New York selbstgemalte 1.000.000-Dollar-Scheine bei verschiedenen Banken einzulösen, wurde er in die Psychiatrie eingewiesen und dort verbrachte er größtenteils als Patient die verbleibenden 20 Jahre bis zu seinem Tode 1919. Erwähnt im Roman „Moon Palace“ von Paul Auster, in dem er außerdem beschreibt, wie man sich ein Bild anschauen sollte — ohne zu reden, nur schauend, sich in das Bild hinein ziehen lassend. Bis man schließlich selber glaubt, ein Teil des Bildes zu sein.

—Hast du auch dein Diskotäschchen eingepackt?

lautete die Frage einer sehr guten Freundin an meine Frau, kurz vor der Abreise nach Mailand.

Stringlane entstammt Gerd Baumanns Munde, wegen Streichern, Gässchen, könnte doch schön klingen. Oder?

Agra ist ein weiteres Stück von Duke Ellington aus der

Far East Suite, welches ich sogar vor Jahren mit meiner Schul- band in Garching gespielt habe. Ich hatte dort einen Schüler, der am Ende dieses original Baritonsaxofon Stück ziemlich gut spielen konnte.

Rose of — Es gibt ein Stück von mir, welches ich meinen zwei Damen gewidmet habe und das eigentlich den Titel „Im Rosengarten“ trägt. Das ist einer der Münchner Orte, an dem man gerne mal beim Spaziergang mit Kinderwagen an der Isar landet. Ist dann ein Walzer geworden.

Lovebrain ist ein Titel, der seit Jahren in Stefan Weigls Autoren-Schublade herumliegt und auf Benutzung wartet. Er war/ist begeistert von der Wortkreation. Das hat mich dann auch gepackt und angesteckt.

Tja . Und jetzt haben wir den Salat. Ich wünsche euch: Guten Appetit.

München, Januar 2017

Trombone Slowly*

aka Mathias

*nom de guerre, entstanden auf einer Reise nach New Orleans  mit Micha Acher und Gutfeeling-Recordstore-Chef Andreas ‚G.Rag‘ Staebler, der das gerne mal auf einer Platte lesen möchte.

Donnerstag 23.11.2017 20:00Uhr

WeinHaus Herold Penzberg, Seeshaupterstr. 3-5

Karten 21,-€, Mitglieder der Kunstzeche 19,-€, Jugendliche und Studenten 7,-€

bei WeinHaus Herold, Seeshaupterstr. 3-5, Tel. 08856-2672, http://www.weinhaus-herold.de/

und Buchhandlung Rolles, Bahnhofstr. 24a, Tel. 08856-4344, http://www.rolles.de/

Julia Hülsmann Trio - Mi.5.4.2017

julia-huelsmann-trio_byarnereimer_web-e1485431469851Foto Arne Reimer

JULIA HÜLSMANN piano

MARC MUELLBAUER double bass

HEINRICH KÖBBERLING drums

“Die Begegnung mit dem Sänger Theo Bleckmann, dessen verhaltener Gesang in dem Weill-Projekt wie ein Spiegel wirkt für Julia Hülsmanns eigene musikalische Vorgehensweise, gibt ihrer Musik noch einmal klarere Konturen. Bleckmann, ein virtuoser Stimmkünstler an den Schnittpunkten zwischen Pop und Performance, Jazz und Improvisation, neuer Musik und Filmmusik versteht es, in das musikalische Gewebe zurückzutreten und nicht mehr vom Vordergrund zu beanspruchen als nötig – ein weiterer Prototyp dieser Art von improvisatorischer Kommunikation. Je weniger die einzelnen Musiker den Platz an der Rampe für sich beanspruchen, desto klarer wird, dass ihre Kunst der Zurückhaltung ein besonders perfides Mittel ist, den Hörer immer tiefer in die Welt dieser Musik hineinzuziehen.”

Stefan Hentz, DIE ZEIT

Mi.5.4.2017, 20:00Uhr
Aula der Bürgermeister-Prandl-Grundschule, Südstr.1, Penzberg
Karten zu 21,-€ und 8,-€ erm. bei der Buchhandlung Rolles
Bahnhofstraße 24a, 82377 Penzberg, Tel. 08856/4344
und an der Abendkasse

JOB Sa.3.6.2017

“JOB” steht für die drei Vornamen der Ausnahmemusiker

Benedikt Jahnel, Omar Rodriguez Calva und Jonas Burgwinkel

Die JazzZeche Penzberg hat drei ihrer Lieblingsmusiker zu einem Trio zusammengebracht,

welches exklusiv so zum aller ersten mal zu hören ist.

Ein Projekt der JazzZeche Penzberg

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Bildnachweis, Jahnel -Goethe Institut Bangkok, Rodriguez Calvo - Frank C. Müller, Burgwinkel - Michael Hoefner

BENEDIKT JAHNEL piano

OMAR RODRIGUEZ CALVO  bass

JONAS BURGWINKEL drums

Weltpremiere für einen neuen Stern am Klaviertriohimmel: Der legendäre Kölner Schlagzeuger Jonas Burgwinkel, Benedikt Jahnel, international gefeierter ECM-Künstler aus dem Oberland, und der Wahl-Hamburger Omar Rodruígez Calvo, stilbildender Bassist des Tingvall-Trios. Die Aula der Grundschule und das Publikum kennt die drei Musiker einzeln gut, zusammen erklingen sie zum ersten Mal. Das Gerüst des Abends bilden Kompositionen Benedikt Jahnels, dazu kommen neue Interpretationen und Improvisationen, die eigens für diese Premiere erarbeitet wurden. Jonas, Omar und Benedikt sind drei Musikergrößen der jüngeren Generation, die den europäischen Jazz der letzten Jahre mitgeprägt haben. Mit Omar Calvos kubanischen Herzschlag verschmilzt Benedikt Jahnels minimalistischer Groove und Jonas Burgwinkels virtuoses Schlagzeugspiel zu einem neuartigen Klaviertrio, das nur darauf gewartet hat, gemeinsam auf der Bühne zu stehen.

Sa.3.6.2017, 20:00Uhr
Aula der Bürgermeister-Prandl-Grundschule, Südstr.1, Penzberg
Karten zu 21,-€ und 8,-€ erm. bei der Buchhandlung Rolles
Bahnhofstraße 24a, 82377 Penzberg, Tel. 08856/4344
und an der Abendkasse